Wie die Bläserphilharmonie der Stadtkapelle Wertingen wieder einen großen Abend meisterte. Und welche Unterstützung sie von jungen Damen aus Donauwörth bekam.

Einen erfüllten Ostersonntagabend erlebten die Gäste der Stadtkapelle Wertingen bei einem Konzert, das es so in der Zusamstadt noch nicht gegeben hat.

Spitzentanz und Spitzenmusik vereinten sich zu einem frühlingshaft fröhlichen Kunsterlebnis, dem der Jubel am Ende sicher war. Welche Wertschätzung die Bläserphilharmonie im Zusamtal erfährt, das zeigte der donnernde Applaus, der diesmal nicht dem Orchester allein, sondern auch dem Ballett aus Donauwörth galt, das den Schwung des Orchesters in bemerkenswerte Tanzkunst umsetzte.

Wohl gesagt - auf beiden Seiten - aufseiten des Orchesters und der Tänzerinnen - handelt es sich um Laien, die miteinander ein Wagnis eingingen im ernsthaften Bemühen, dem Publikum eine Freude zu bereiten. So gesehen erwies sich das Experiment als außerordentlich gelungen: Dem Publikum war bewusst, welches Ostergeschenk da aus dem Nest gezaubert wurde. Jedes Jahr gelingt es der Bläserphilharmonie, die sich bundesweit auf den vorderen Rängen der sinfonischen Blasorchester bewegt, für die Wertinger ein besonderes Osterkonzert zu spielen mit einer Musikauswahl, die dem hohen Niveau des Orchesters entspricht und die Freude an der Musik den Zuhörern weitergibt. Dirigent Tobias Schmid weiß, was er seinen Musikern zumuten kann, und forderte sie bei der Programmauswahl wieder mit schnell wechselnden Rhythmen, technischen Finessen und anspruchsvollen Melodie-Folgen. „Dance Movements“ von Philip Sparke zeigte schon zum Auftakt, wohin die Reise gehen sollte - ein Stück, mit dem das Orchester den Beweis lieferte, in welcher Liga es spielen kann. Hohe Konzentration war gefordert, bestes spielerisches Können und große Musikalität.


Marsch, Walzer, Polka machen Lust auf mehr.
Die Leichtigkeit des Klangs, Betonung und Schwung kommen beim Zuhörer erst an, wenn Dirigent und jeder einzelne Musiker sich als großes Ganzes einen. Mit der Jazz-Suite No. 2 von Shostakovich brachte das Orchester dies vielfältig zum Ausdruck. Marsch, Walzer, Polka machten dem Publikum Lust auf mehr. Mit dem „Danse Funambulesque“ von Jules Strens erwies sich, über welch bestens ausgebildete Solisten die Bläserphilharmonie verfügt – darunter neuerdings auch Wertingens Kulturreferent Frieder Brändle mit Querflöte und Piccolo.

In den homogenen Klangkörper der Bläserphilharmonie reihte sich nun der Spitzentanz der Ballettschule Ende aus Donauwörth ein, deren Tanzmeister Alexander Schoofs-Carell eine ebenso einfühlsame wie reizvolle Choreografie lieferte. Beachtenswerte Konzentration und Körperbeherrschung war den Tänzerinnen zu eigen, und das Zusammenspiel zwischen Bewegung und Musik funktionierte bestens.


Seelenschmaus zum Ostermärchen
Für das Publikum waren die Darbietungen ein Seelenschmaus - zumal auch Tschaikowskys „Blumenwalzer“ aus dessen legendärer Nussknacker-Suite seinen Anteil dazu beitrug. Eigentlich hat der Komponist das Stück als Weihnachtsmärchen geschrieben - in Wertingen erfuhr es als Ostermärchen eine glanzvolle Fortsetzung und brachte einen Hauch von großer Theaterbühne in die Stadthalle. Vorhang auf und großes Theater dann für Maurice Ravels „Bolero“ - ein Muss für ein Orchester wie das vom Grade der Bläserphilharmonie. Das Publikum war so gut eingestimmt, dass in seinen Augen nichts mehr schiefgehen konnte. Und auch Dirigent Tobias Schmid steckte mit seiner guten Laune alle an, sodass ein furioses Ende mit einer klangvollen Zugabe sicher war.

Welches Engagement ein so großer Abend erfordert, zeigte die Dankesrunde, die Musikerin Anna-Lena Neukirchner zum Abschluss einläutete. Unter großem Applaus verabschiedete sie Christian Gärtner aus seinem Amt als Orchesterteamleiter. Er wird in Zukunft die Kasse im Stadtkapellen–Präsidium führen. Und auch Christian Hof galt ein Dankeschön. Wie immer sorgte der Stadtkapellen-Präsident höchstpersönlich für die passende Technik und somit den guten Ton in der Halle.

 

Fotogalerie Osterkonzert 2017

 

Pressebericht in der Wertinger Zeitung              mehr von Hertha Stauch

 

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