Musikschule Wertingen e. V.

... für ein Leben mit Musik!
  1. Die Musikschule zeigt, was passiert, wenn der Funke überspringt Die Musikschule hat ihren Konzertreigen mit dem „Neujahrskonzert“ eröffnet, und das nicht zaghaft, sondern tat- und schlagkräftig. Wer im Publikum noch in Gedanken versunken war, wurde von den drei Solisten, aus der Klasse von Dunja Lettner, an ihren Snaredrums mit „Peach Fuzz“ von Peter O´Gorman abrupt in den Konzertmodus versetzt und war hellwach. David Knab, zweiter Vorsitzender, konnte unter den zahlreichen Zuhörern Vertreter des Wertinger Stadtrats,  Bürgermeister Hans Kaltner und den Kulturreferenten Manfred Hartl von der Gemeinde Buttenwiesen und den Kulturreferenten des Marktes Bissingen, Roman Bauer begrüßen. Kulturreferent Dr. Frieder Brändle brachte in seinem Grußwort seine Freude über die vielen jungen Künstler zum Ausdruck, die die musikalische Zukunft gestalten. Begeisterung für Musik an Schüler weitergeben und die Freude am Musizieren wecken, das ist das Ziel eines jeden Musikpädagogen. Wenn der Funke dann überspringt, kann sich Potential entfalten. Dass bei den 35 mitwirkenden jungen Talenten, die sich zu 10 Kammermusikensembles formierten, der Funke übergesprungen ist, davon konnte sich das Publikum beim Neujahrskonzert überzeugen. Die Bandbreite, was Alter und Temperament der Musikerinnen und Musiker anbelangt, war ebenso groß, wie die Auswahl an dargebotener Literatur. Die jüngsten Bläser mit gerade neun Jahren, beherrschten nicht nur ihre Musikstücke, sondern zeigten couragiert auf, wie man mit einstudierten Bewegungen Einsätze gibt und Ensemblespiel gestaltet. Beim Holzbläsertrio und dem Saxophonensemble aus der Altersklasse vier wurde deutlich, wie kontinuierliches Ensemblespiel zur Beschäftigung mit professioneller Konzertliteratur führen kann. Auszüge aus der Oper „Carmen“ George Bizet und das „Premiere Quatour op. 53“ von Jean Baptiste Singelée zeugten vom hohen Reifegrad der Musiker. Die Holzbläser, formiert in Trios und Quartetten, dominierten den kurzweiligen Konzertabend. Die Klarinettistinnen und Saxophonisten aus den Klassen von Heike Mayr-Hof, Sabrina Steinle, Anna-Maria Huber, Petra Schüßler und Manfred-Andreas Lipp präsentierten Auszüge aus ihren Wettbewerbsprogrammen, welches sie am Sonntag, (mehr …)
  2. Wie eine Chinesische Zither den Weg in die schwäbische Musikschule gefunden hat Wo sind Musikinstrumente wohl besser aufgehoben, als in einem Haus voller Musik? Dies dachte sich Dr. Wolfgang Ludwig, pensionierter Chefarzt der chirurgischen Abteilung Dillingen, angesichts seiner über Jahre enorm angewachsenen Sammlung an Instrumenten aus aller Welt. Weil es ihn ins Allgäu zieht und ein großer Umzug ansteht, hat sich der passionierte Geiger und Musikliebhaber entschlossen, ein paar Einzelstücke aus seinem Fundus abzugeben. Es war ihm wichtig, die Instrumente in guten Händen zu wissen und so lag es nahe, die Musikschule Wertingen kurz nach Weihnachten nachträglich zu beschenken. Guzheng, eine chinesische Wölbbrettzither Das Staunen bei der Musikschule war groß, als Dr. Ludwig den ungewöhnlich großen Koffer öffnete, in dem sich eine sogenannte Guzheng, eine chinesische Wölbbrettzither, verbarg. Er hat sie vor 30 Jahren dem deutschen Botschafter von China abgekauft und sich die Spieltechnik angeeignet. Das besonders dekorative Instrument wird einen Ehrenplatz in der Schule finden. Ebenso weit gereist ist das sogenannte Balafon, ein pentatonisches Xylophon mit eindrucksvollen Kalebassen als Resonatoren an der Unterseite. Während es an der Elfenbeinküste mit seinem eigenartigen Zirpen und Surren wie Gerede die rituellen Anlässe bereichert, wird es in Wertingen bestimmt in der experimentellen Percussionliteratur Verwendung finden. Eine neue Klangfarbe wird auch die Djembé liefern. Die afrikanische Trommel ist ein von Hand gefertigtes Unikat in der Form einer Conga, mit Ziegenfell überzogen. Bei der Übergabe der Instrumente wußte Dr. Ludwig noch viele unterhaltsame Anekdoten und informiert Schulleiterin Heike Mayr-Hof und Geschäftsführerin Karolina Wörle gerne. Nicht nur die Schlagzeug- und Zitherklasse darf sich freuen, auch die Streicherklasse von Krystyna Hüttner kann ihren Notenfundus um wertvolle Originalliteratur für Streicher und Ensembles aus den Händen des Spenders erweitern. Die Verantwortlichen der Musikschule werden die Geschenke in Ehren halten und bei besonderen Konzerten zum Einsatz bringen. (mehr …)
  3. Nächstes Konzert der Reihe „Kunst tut gut“ Am Sonntag, den 02. Februar um 14.30 Uhr heißt es im Kreiskrankenhaus Wertingen wieder „Kunst tut gut“. Dieses Mal werden erneut Schüler der Musikschule Wertingen das Programm gestalten und für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Die beiden Lehrkräfte Dunja Lettner und Florian Hirle bringen engagierte und spielfreudige Schüler mit, die einen Einblick in die Vielfalt des Musizierens geben werden. In diesem Sinne werden die Schüler aus der Schlagzeugklasse von Dunja Lettner nicht mit großem Trommelrepertoire auftreten, sondern mit Stabspielen, Percussioninstrumenten und vor allem ganz ohne Instrumente, nämlich mit Bodypercussion. Als Kontrast zu den rhythmischen Beiträgen der Schlagzeuger mischen sich die Gitarrenschüler von Florian Hirle, etwas leiser, aber nicht weniger mitreißend  mit ihrem Saitenspiel unter die Darbietungen. Dr. Frieder Brändle, der Kulturreferent der Stadt Wertingen, lädt Patienten, deren Besucher, Angehörige und Gäste zu diesem kleinen Konzert ein, um die Erfahrung von der wohltuenden Wirkung von Musik im Sinne des Konzertmottos machen zu können. (mehr …)
  4. Seit über einem Jahr betreibt die Musikschule Wertingen die Außenstelle Bissingen. Warum Tischkicker ein Problem sind. VON SILVIA SCHMID 21 Jahre lang führte Magdalena Polzer die Musikwerkstatt Kesseltal in Bissingen. Viel bewegt hat sie in dieser Zeit. Etliche Schüler lernten bei ihr das Flötespielen und hatten Freude am Singen. Viele entdeckten ihre Lust am Gitarre-, Klavier- oder Keyboardspielen – all dies konnte dank der freiberuflichen Lehrer in Bissingen unterrichtet werden. Für Bissingen und die umliegenden Dörfer ein Segen. Schließlich sind die nächsten Musikschulen mit Wertingen, Dillingen und Nördlingen ein ganzes Stück entfernt und nicht alle Eltern sind nachmittags bereit oder auch in der Lage, ihre Kinder zum Musikunterricht zu bringen. Zum Sommer 2018 zog die Musikschulleiterin einen Schlussstrich – der Verein als Träger der Musikwerkstatt wurde aufgelöst. Doch Magdalena Polzer hätte ihr Lebenswerk wohl niemals aufgegeben, wäre da nicht eine echte Perspektive für die Zukunft gewesen, die auch der nächsten Generation junger Musiker in Bissingen und Umgebung ein Musikunterrichtsangebot sicherte. Mit der Musikschule Wertingen, die nun eine Außenstelle Bissingen betreibt, wurde die perfekte Lösung gefunden. Seit dem Schuljahr 2018/2019 unterrichten Lehrer der Wertinger Schule die  musikbegeisterten Kinder und Jugendlichen vor Ort in Bissingen. Wie die Geschäftsleiterin der Musikschule Wertingen, Karolina Wörle, informiert, konnte das Angebot im Kesseltal sogar noch erweitert werden: Instrumentalunterricht findet in den Fächern Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Keyboard, Geige, Akkordeon, Trompete, Posaune, Euphonium und Tuba statt, hinzu kommen Musikkurse der Elementaren Musikpädagogik,das Vokalensemble Bissingen sowie KesselRock. Die Lehrkräfte der Musikschule sind alle fest angestellt, Magdalena Polzer und Manuel Schnell, der bereits in der Bissinger Musikwerkstatt Schlagzeug unterrichtete, wurden übernommen. Umzug nach einem Jahr Finanzielle Unterstützung erhält die Musikschule für die Außenstelle von der Gemeinde Bissingen. Auf die Unterstützung der Marktgemeinde konnten die Musiker auch zählen, als vor wenigen Monaten eine  schlechte Nachricht das junge (mehr …)
  5. Das fulminante Gala-Konzert, die großen Emotionen anlässlich der Verabschiedung des Chefdirigenten Toni Scholl, der Stolz und die Freude der anwesenden Angehörigen und die außerordentliche klangliche Präsenz und Kompetenz seiner Wertinger Musiker beeindruckten und begeisterten auch Musikdirektor i. R. und Ehrendirigent Manfred-Andreas Lipp am Nachmittag von „Hl.-Drei-König 2020“ in der Stadthalle Gersthofen. Grußworte des ASM-Präsidenten Franz-Josef Pschierer MdL, des nach 10 erfolgreichen Jahren scheidenden und beliebten Chefdirigenten Toni Scholl, des Vorsitzenden im Freundeskreis des SJBO Stephan Thomae und des Gründervaters und Ehrenpräsidenten Prof. Karl Kling stimmten das Publikum aus allen Regionen des Regierungsbezirkes Schwaben auf das Galakonzert 2020 ein. Werke von Ludwig van Beethoven (Egmont Overture), David Maslanka (Symphonie Nr. 8) Thomas Trachsel (Bereit.Stark.Schnell), David R. Gillingham (Concerto Nr. 2 für Marimba/Solist Janick Scholl), Alfred Reed (El Camino Real) und Jörg Murschinski (Nobody does it Better than James Bond) wurden mit Standing Ovation und Bravo-Rufen gewürdigt. „Ich bin stolz darauf, als ehemaliger Bundes-Jugendleiter im ASM zum Team der Gründerväter dieses unverzichtbaren, wertvollen Klangkörpers zu gehören und freue mich, dass unsere Jugendlichen mit ihrem tollen Engagement und Können ein positives Signal aussenden“ sagte Manfred-Andreas Lipp im Gespräch mit Franz-Josef Pschierer, der es bedauerte, dass es nach mehr als 30 erfolgreichen Jahren SJBO immer noch Pessimisten, Querulanten und Nörgler gibt, die diese segensreiche Einrichtung in Frage stellen wollen und stets durch Abwesenheit bei Konzerten glänzen. Schade, dass die Wertschätzung der Musiker aus mehr als 700 Vereinen und der vielen Musikfreunde in Schwaben nicht ausgereicht hat, um alle Plätze in der Stadthalle Gersthofen zu füllen – was ist Kultur?   (mehr …)